Ein Abend mit Liedern von Jaques Brel und Francois Villon

31. Mai 2016
Von Beate Huss

Flottwell Berlin Hotel - Konzert La Brel

Gesang: Maila Barthel, Keyboard: Frank Augustin - Zeichnung: Beate Huss

La Brel und Frank Augustin

Die Lobby vom FLOTTWELL BERLIN Hotel ist gefüllt mit Gästen aus dem Hotel und der Nachbarschaft. Einige Passanten haben beim Vorbeischlendern Lieder gehört und sich kurz entschlossen zu uns gesellt.

Ein alter Lederkoffer aus Paris wird von Maila Barthel geöffnet, sie liest darin aus dem Leben von Jaques Brel und trägt seine Chansons vor. Alles in deutscher Sprache. Frank Augustin begleitet sie auf dem Keyboard, (warum eigentlich nicht auf dem Akkordeon?) und singt einige Weisen von Francois Villon.

Der laue Frühlingsabend lädt in der Pause auf die frisch bepflanzte, von Bambussträuchern umrahmte Hotel-Terrasse ein.
Unsere charmanten Bardamen verköstigen die Gäste mit frischem, kühlem Süppchen und französischem Rosé-Wein. Er passt hervorragend zu den Chansons, die Erinnerungen an die französische Hauptstadt wecken.

Die Zuhörer stimmen zusammen mit der Chansonette Maila Barthel alias La Brel im 1000 Viertel Takt in ihren Gesang ein. Am Ende des Liederabends schwingt La Brel frech ihre Hüften und zaubert das eine oder andere musikalischen Sträußchen aus ihrem Herrenhut.

Nach gut eineinhalb Stunden musikalischer Reise, die uns in den Hafen von Amsterdam spült, finde ich mich wieder am Tresen des Hotels. Aber dort sind keine Matrosen beim Tanz, die beim Tanzen sich dreh’n, wenn ein Liedchen erklingt, das durchs Akkordeon rinnt.
Und keine sind da, keine lachen sich schief, und toben herum, bis mit dem letzten Pfiff, das Akkordeon verstummt…