Menschen im Hotel

2. Dezember 2016
Von Beate Huss

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Die gute Seele - Zeichnung: Beate Huss

Der Hausmeister

Janz Berlin wäre eine einzije Grünfläche, ginge es nach den Vorstellungen von Mario Hamann, dem Hausmeister und der guten Seele des FLOTTWELL BERLIN Hotels. Der gelernte Zimmermann liebt seine Arbeit in unserem Hotel, dessen 3 Sterne direkt auf einen der schönsten Grünanlagen Berlins, dem Park am Gleisdreieck leuchten. War das der Grund, weshalb diese rare Perle zu uns gefunden hat? Oder war es der ungezwungene Stil der Personalleitung? Oder beides, oder aber nur der glückliche Zufall….?!

Er gibt viel auf die familiäre Stimmung des inhabergeführten Hotels. Und die hat einiges mit der vertraulichen und sozialen Art der Geschäftsführung zu tun, sagt Herr Hamann.

Die Feierabendglocken läuten erst dann für Mario Hamann, wenn alles zu seiner eigenen Zufriedenheit erledigt ist. Dafür schiebt er gerne mal ein wenig länger seinen Dienst. Zufrieden ist Herr Hamann, wenn alles sorgfältig an seinem Platz aufgeräumt ist, wenn alle Glühbirnen fröhlich brennen, kein Wasserhahn mehr tropft und keine Türen mehr quietschen. Frühestens dann klappt er seine Leiter zusammen. Bevor er nach Hause geht, hält er öfters einen kleinen Plausch in der Hotellobby mit seinem Chef, Herrn Stephan Kühne. Zum Beispiel über Fahrräder, eines der vielen gemeinsamen Interessen der beiden flotten Männer.

Gerne hätte Herr Hamann auch ein Dienstfahrzeug. Natürlich ein Fahrrad, so ist der Wunsch des umweltbewussten Hausmeisters. Damit würde er nicht nur in die Baumärkte düsen, sondern auch von seinem zu Hause in Rosenthal, am Rande von Pankow zur Arbeit radeln. Sportliche 40 Minuten würde das dauern und ihn bei bester Gesundheit halten, sinniert er gelassen mit seinem einnehmenden Lächeln.

Wo er denn am liebsten Weihnachten feiern würde, frage ich ihn, gemütlich am geschmückten Hotelkamin gelehnt. Seine freundlichen Augen wandern zu dem knisternden Feuerchen und verlieren sich irgendwo im Nirgendwo des fernen tief verschneiten Skandinavien. „Dort oben in Norwegen, in einer Blockhütte in der einsamen Natur – auch vor einem Kamin“, verrät er mir. Seine blauen Augen strahlen dabei, wie 2 Polarlichter über dem winterlichen Himmel von Berlin.